Kremationsverein Luzern - Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen


Broschüre 90 Jahre

 

Umfrage zum Ort der letzten Ruhe

Bekanntlich werden jedes Jahr eine grosse Anzahl Urnen nach der Kremation abgeholt.  Wo die Aschen beigesetzt werden, ist nicht bekannt.

Anlässlich einer Information der Friedhofverwaltung kam in einem Gespräch die Idee, bei den Mitgliedern des Kremationsvereins Luzern eine anonyme Umfrage zum Ort der letzten Ruhe zu starten. Mit dem Beitritt zum Kremationsverein haben sich unsere Mitglieder mit der Frage der letzten Ruhe ihrer Asche beschäftigt. Wir sind überrascht vom grossen Interesse und danken für das Vertrauen.  

Bis heute sind über 400 Rückmeldungen von den gut  2100 Mitgliedern eingetroffen. Weil der Rücklauf noch anhält, wollen wir die detaillierte Auswertung erst im Hebst abschliessen und veröffentlichen.

Was wir jetzt schon sagen können ist:

-  dass  3/4  der Teilnehmer die Bestattungsangebote ihrer Gemeinde kennen.

-  dass  3/4  die Bestattung im Friedhof ihrer Gemeinde planen, davon 80 Prozent in einem Gemeinschaftsgrab.

-  dass  1/4  der Befragten sich eine Bestattung in der Natur ausserhalb des Friedhofs wünschen.

Die Ergebnisse werden den Friedhofverantwortlichen Hinweise auf laufende Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen geben.  Wir hoffen, dass die Ergebnisse zu neuen Ideen bei der Friedhofplanung zum Beispiel mit Themen-Bestattungen führen werden.  

Luzern am 30. Mai 2017             Hansjörg Kaufmann   Präsident

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Kremationsverein verhindert überrissene Gebühren

Die Stimmbürger der Stadt Luzern lehnen am 28. Februar 2016 die Änderung der Bestattungs- und Friedhof-Reglemente ab:  16'048  NEIN    14'596 Ja 

Überrascht vom Ergebnis         

Dass wir über 16 000 Stimmbürger überzeugen konnten, ist für uns eine riesen Überraschung. Wir haben gehofft, dass wir 10 oder 12 Tausend Stimmen für gerechte Gebühren mobilisieren können. Mit der hohen Stimmbeteiligung von über 60 Prozent konnten wir nicht mehr mit einem Erfolg rechnen. 

Herzlichen Dank an die Stimmbürger und Vereinsmitglieder

Wir danken den Bürgern der Stadt Luzern für die Unterstützung. Der Erfolg war nur Dank unseren gut 1000 Mitgliedern in der Stadt Luzern möglich. Sie allein haben die nötigen Unterschriften in einer Woche gesammelt, ohne dass wir auf die Strasse gehen mussten. Noch wichtiger und viel schwieriger war, dass unsere Mitglieder ihr Umfeld zum NEIN an der Urne überzeugen konnten. Dafür danken wir allen herzlich.  

Sachliche Argumentation

Obwohl Herr Stadtrat Adrian Borgula unseren Erfolg bei den Emotionen zu diesem Thema gesehen hat waren unsere Argumente sehr sachlich. Unsere in der Abstimmungsbroschüre haben die Leute verstanden. Mit der ersatzlosen Streichung der Kremation aus dem Reglement standen die Gebühren nicht mehr im richtigen Verhältnis zum effektiven Aufwand. Der Rechtsgrundsatz der Verhältnismässigkeit und die Vorgaben im städtischen Reglement wurden klar missachtet.

Medien

Die Medien hatten kein Interesse an unserem Thema. Mit wenig Inseraten haben wir auf unsere Homepage  - www.kremtionsverein.ch - in der NLZ und Luzerner-Woche aufmerksam gemacht. Mit einem minimalen Aufwand konnten wir unsere Standpunkte bekannt machen. Gefreut haben wir uns auf das Interesse und die Unterstützung in den Plattformen von "Zentralplus" und "lu-wahlen" sowie die beiden Textbeiträge in der Luzerner Woche.   

Politisch neutral

Der Kremationsverein ist politisch neutral. Trotzdem war es interessant zu beobachten, wie die politischen Parteien agierten. Mehrheitlich waren die meisten Parteien im Grossen Stadtrat und bei der Parolenfassung für die ungerechten Gebühren.

Ein kurzer Blick zurück

Auf Initiative des Kremationsverein hat der Stadtrat 1970 die Kremation der Erdbestattung gleichgestellt.1999, 2008 und 2010 wollte der Stadtrat Bestattungsgebühren einführen. Das konnten wir über Parlamentarier im Grossen Stadtrat verhindern. 120 Jahre nach der Einführung der unentgeltlichen Beerdigung verlangt der Luzerner Stadtrat seit 2014 Gebühren. Heute haben die sich die Stimmbürger der Stadt Luzern klar gegen die Einführung von Kremationsgebühren und gegen die Benachteiligung der Kremation entschieden.

Wie weiter? .... oder der Kremationsverein als Preisüberwacher 

Der Kremationsverein mit über 2000 Mitgliedern sieht sich als Vertreter der künftigen Friedhofnutzer und wird sich für diese Interessen wie ein Preisüberwacher einsetzen. Wir würden uns freuen, -auch ohne Einsitz in der Friedhofkommission- über künftige Anpassungen im Bestattungs- und Friedhofwesen von der Stadt vorab konsultiert zu werden.  

Luzern am 17. März 2016      Hansjörg Kaufmann, Präsident  

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Auszug aus dem Jahresbericht  2015

Als historisch können wir unser erfolgreiches Referendum gegen die Einführung von Kremationsgebühren in der Stadt Luzern bezeichnen.

Referendum gegen die Einführung von Kremationsgebühren in Luzern

Der Grosse Stadtrat hat am 22. Oktober 2015 auf Antrag des Stadtrates ent-schieden, die Kremation aus den Bestattungs- und Friedhofreglementen zu streichen. Diese Benachteiligung der Kremation hat den Vorstand motiviert, im Interesse der Mitglieder das Referendum zu ergreifen. Mit der ersatzlosen Streichung der Kremation aus den Reglementen standen die Gebühren nicht mehr im richtigen Verhältnis zum effektiven Aufwand. Der Rechtsgrundsatz der Verhältnismässigkeit und die Vorgaben im städtischen Reglement wurden klar missachtet.  Allein unsere Mitglieder haben 1395 gültige Unterschriften gegen die Einführung der Kremations-Gebühren gesammelt. Schon eine Woche nach dem Versand der Unterschriftenbogen an die Mitglieder hatten wir die nötigen 800 Unterschriften beisammen. Wir sind sehr stolz auf diese freiwillige Aktion, die Sie, geschätzte Mitglieder, ermöglicht haben. Diese Stimmung, der solidarische Einsatz und das Zusammenstehen aller Mitglieder mit ihrem Umfeld stimmten uns sehr zuversichtlich im Hinblick auf die Volksabstimmung am 28. Februar 2016.

Im Todesfall ist die Anlaufstelle neu im Friedental

Seit dem 1. Dezember 2015 ist Pascal Vincent neuer Leiter Friedhof der Stadt Luzern. Er ersetzt Cornel Suter, der neu die Stadtgärtnerei leitet. Die Stadt Luzern plant auf den 1. Februar 2016 die neue Anlaufstelle für Todesfälle im Friedental. Hier können die Angehörigen nach einem Todesfall alles regeln und sich umfassend über Bestattungsarten und Räumlichkeiten vor Ort informieren. 

187 Urnen werden mitgenommen! 

Erstmals wurden von den 890 Todesfällen in der Stadt Luzern über 90 Prozent (816) kremiert. Die vom Kremationsverein vor 6 Jahren initiierten Baumgräber wurden wiederum mit 12 Bestattungen belegt. Auch mit den neuen Bestattungsangeboten nehmen die Urnen, die nach der Kremation privat abgeholt werden, zu. Wo die Asche der rund 187 Urnen beigesetzt wird, ist völlig offen. Mit unserer liberalen Gesetzgebung ist es möglich, selbst zu entscheiden, was nach der Kremation mit der Asche passiert. Die Asche der Verstorbenen kann in der freien Natur beigesetzt werden.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Mitglieder für das Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes und die ganz besondere Unterstützung, die wir in diesem Jahr erleben durften. Den Kollegen im Vorstand danke ich für die angenehme Zusammenarbeit.  Ein Dank geht auch die Rechnungsrevisoren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofverwaltung, der Stiftung Luzerner Feuerbestattung, den Bestattungsinstituten Arnold & Sohn Luzern und Betschart & Eichhorn GmbH Brunnen für das gute Einvernehmen.

Luzern im März  2016   Der Präsident:  Hansjörg Kaufmann

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Auszug aus dem Jahresbericht der Generalversammlung vom 26. März  2015

Seit 2014 alternative Bestattungen in Luzern    

In unserem Jahresbericht von 2010 haben wir das Thema alternative Bestattungen in öffentlichen Friedhöfen thematisiert.  Wir haben darauf hingewiesen, dass den vermehrt aufkommenden privaten und kommerziel-len Bestattungsangeboten seriöse Alternativen auf öffentlichen Friedhöfen angeboten werden müssten. Seit dem Januar 2014 werden im Friedental für die Urnen neu folgende neuen Bestattungsformen angeboten:     

- Eichenwaldgräber

für Urnenbeisetzungen, mit Namensnennung in einer Reihengrabstätte   

- Baumgräber

für Urnenbeisetzungen, ohne Namensnennung im Talfriedhof    

- Gemeinschaftsgräber für Urnenbeisetzungen

mit Namensnennung sind auf einer grosszügigen Rasenfläche angelegt.

Wie bisher, werden Aschenbeisetzungen ohne Namensnennung anonym in die unterirdische Grabkammer gegeben. Schon im ersten Jahr wurden bereits 12 Baumgräber belegt. Auffällig ist das Bedürfnis für das neue Gemeinschaftsgrab mit Namensnennung mit über 50 Beisetzungen. Gleichzeitig gingen die Bestattungen im grossen Gemeinschaftgrab ohne Namensnennung um rund 100 auf gut 270 zurück. 

Jede 4. Urne wird mitgenommen! 

Auch mit den neuen Bestattungsangeboten sind in diesem Jahr die Urnen, die nach der Kremation auswärts gehen, auf 25 % angestiegen. Wo die Asche der rund 180 Urnen jährlich beigesetzt wird, ist völlig offen.  

In der Schweiz ist es mit der liberalen Gesetzgebung möglich, selbst zu entscheiden, was nach der Kremation mit der Asche geschehen soll. Die Asche der Verstorbenen kann in der freien Natur beigesetzt werden.

Neue Gebühren und Organisation

Mit dem neuen Friedhofreglement hat der Stadtrat ab dem 1. Januar 2014 Gebühren eingeführt. Diese benachteiligen die Urnen- und Aschenbeisetz-ungen. Die Stadt Luzern plant die verschiedenen Anlaufstellen bei Todesfällen zusammenzuführen. Zielsetzung ist es, die Hinterbliebenen für alle Fragen um Bestattungsmöglichkeiten und Administration an einem Ort optimal zu beraten.

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Auszug aus dem Jahresbericht der Generalversammlung vom 3. April 2014

Erfolgreicher Einsatz für neue Angebote


Unseren langjährigen Bemühungen für neue Angebote im Bestattungswesen hat der Grosse Stadtrat am 16. Mai 2013 zugestimmt. Das Bedürfnis für alternative Bestattungen hat in den letzten Jahren zugenommen. Bisher haben nur Private Baumbestattungen zu übersetzten Preisen angeboten. Im Friedental gibt es ab dem Jahr 2014 neu Eichenwald- und Baumgräber sowie ein Gemeinschaftsgrab mit Namensnennung. Es wird sich weisen, wie die neuen Angebote genutzt werden oder ob die Gebühren zu hoch angesetzt sind. Über 150 Urnen gingen im letzten Jahr nach der Kremation nach auswärts. Wo die Aschen beigesetzt werden, ist zum Teil unbekannt. Die neuen Angebote sind ein Teil von verschiedenen Änderungen, die eingeführt wurden. Dazu gehört die einheitliche Vorordnung über das Bestattungs- und Friedhofwesen der vereinigten Stadtgemeinde. 


Die Kremation bleibt kostenlos

Auf den 1. Januar 2014 wird die Stadt Luzern Bestattungsgebühren erheben.
Die Reihen-Urnenbestattungen und Reihen-Erdbestattungen bleiben gratis.  
Urnenbeisetzungen 
Die Kosten für Kremationen werden wie bisher von der Stadt übernommen.
Fr. 400.- kostet die Beisetzung im Urnenfamiliengrab und Privatgrab,
Fr. 350.- im Gemeinschaftsgrab ohne Namensnennung

Folgende Angebote sind neu:
Das Gemeinschaftsgrab mit Namensnennung für Fr. 500.- sowie  Baumgräber ohne Namensnennung und Eichenwaldgräber mit Namensnennung für jeweils Fr. 400.-. Bei Privatgrabstätten kommen die Kosten für den Grabplatz dazu.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: www.friedhof.stadtluzern.ch    
und Tel.: 041 240 09 67

 

Presseberichte:

   Kampf gegen Friedhofsgebühren.
NLZ, Mittwoch, 10. Oktober 2012 / Nr. 235

 

  Bestattung: Stadt soll mehr tun.
NLZ, Dienstag, 17. April 2012 / Nr. 89 

 

Als Mitglied sind Sie und Ihre Angehörigen vor übersetzten Kosten im Todesfall geschützt. 

Bestellen Sie hier die Beitrittsunterlagen.

 

Umfrage zum Ort der           letzten Ruhe                             Erste Zusammenfassung der Mitgliederumfrage siehe unter Aktuell. Mit der grossen Teilnahme werden die detaillierten Ergebnisse erst im Hebst 2017 publiziert.  


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